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Bioaktive Lebensmittel

Die Biofunktionalität der Lebensmittel als universitäres Fachgebiet untersucht die Prinzipien einer biomedizinischen Wirksamkeit von Lebensmittelinhaltsstoffen und pharmakologisch wirksamen Strukturen. Bioaktive Lebensmittelinhaltsstoffe sind dabei im Kontext einer komplexen Lebensmittelmatrix und im Kontext einer individuellen Ernährung zu betrachten. Deren Wirksamkeit bezieht sich auf physiologische, biochemische und molekulare Prozesse im menschlichen Organismus und zielt auf die Verbesserung oder Verschlechterung funktioneller Körpereigenschaften.

Die Bioaktivität von Lebensmittelinhaltsstoffen bezieht sich deshalb auf alle Prozesse im Organismus, die im Kontext der Entstehung, Prävention und Therapie von Krankheiten beteiligt sind. Funktionelle Lebensmittel („Functional Food“) sind Lebensmittel, die einen nachweisbar positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit haben, der über die normalen Effekte der Lebensmittel hinaus geht. Dabei verbessern diese Lebensmittel spezifische Körperfunktionen oder reduzieren das Risiko einer Krankheitsentwicklung. Die Wirksamkeit funktioneller Lebensmittel wird durch die „European Food Safety Authority (EFSA)“ geprüft.

 

Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die nach ihrem Verzehr gesundheitsfördernde Effekte auf den Organismus ausüben (WHO Definition). Die Identifizierung probiotischer Mikroorganismen bzw. deren Wirkprinzipien stellt ein Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten am Lehrstuhl dar. Die Wirksamkeitsprüfung findet in unterschiedlichen Anwendungsgebieten rund um Entzündung, Darmgesundheit und Stoffwechselfunktion statt. Auf der Grundlage von Struktur-Wirkungs- und Anwendungsbeziehungen werden neue probiotische Mikroorganismen selektioniert.