Studiengänge - Übersicht


Studieren in Freising/Weihenstephan

Freising: historisch, gastlich, jung! So lautet der offizielle Slogan mit dem die Stadt für sich wirbt und damit hat sie nicht ganz Unrecht. Freising ist fast 1300 Jahre alt und damit die älteste Stadt zwischen Bozen und Regensburg. Es ist also nicht verwunderlich, dass das Bild der Stadt von historischen Gebäuden und Anlagen geprägt ist, das wohl bekannteste, der schon von weitem erkennbare Freisinger Domberg.

Das Erkennungsmerkmal der Stadt ist auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Auf dem zweiten Freisinger Berg, dem Weihenstephaner Berg, findet man ein weiteres historisches Gebäude, ein ehemaliges Kloster, in welchem die Fachhochschule Weihenstephan untergebracht ist und von wo aus man einen wunderschönen Blick über das Niedermoor bis nach München und zu den Alpen bestaunen kann. Am Fuße de Weihenstephaner Berges befindet sich die malerische Altstadt, welche mit ihren zahlreichen Läden, Cafés und dem zweimal wöchentlich stattfindenden Markt ein lebhaftes Bild abgibt. Am Abend laden Bars, Kneipen, zwei Kinos oder auch Kulturprogramm im Lindenkeller und Asamtheater zu einem gemütlichen Tagesabschluss ein. Für Tanz- und Trinkfreudige gibt es unterm Semester die Möglichkeit auf den viele Studenten-, Wohnheims- und Verbindungsparties neue Rekorde aufzustellen. Besonders im Sommer werden zusätzlich zahlreiche interessante Veranstaltungen angeboten, wie das Kino am Rang, das allseits beliebte Vöttinger Weiher Open Air und die lange Nacht der Musik. Freising ist mit seinen circa 42000 Einwohnern sehr überschaubar, flüchtige Bekanntschaften trifft man spätestens am nächsten Morgen im Supermarkt wieder. Außerdem erreicht man alles ohne Probleme sportlich und ökonomisch mit dem Fahrrad. Im Gegensatz zu der Großstadt München ist die Wohnungsmarkt Situation auch nicht ganz so hoffnungslos. Auch das Freisinger Umland besticht durch seine schönen und abwechslungsreichen Naturräume. Das Tertiäre Hügelland, Niedermoor und die Isarauen sowie diverse Badeseen in der näheren Umgebung ergänzen die Freizeitmöglichkeiten der Stadt Freising. Und falls man doch mal nicht das Richtige für sich findet, bleibt ja immer noch der Zug, der einen in circa 30 min. nach München bringt.

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Bachelor Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung

Mit dem Bachelorstudiengang "Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung" beginnt die universitäre Ausbildung zum Landschaftsplaner oder -architekten. Die acht Semester mögen anfangs wie eine lange Zeit erscheinen, vergehen aber letztlich wie im Fluge (sagen die hohen Semester) und entsprechen auch dem internationalen Hochschulstandard für dieses Fach. Der Abschluss mit dem "Bachelor of Science" ist berufsqualifizierend, kann aber auch als Sprungbrett zu einem Masterstudiengang, welcher dann mit einem dem alten Diplom entsprechenden Abschluss endet, gesehen werden. Die ersten zwei Semester dienen der "Orientierung", d.h. dass man noch Projekte beider Vertiefungsrichtungen bearbeitet. Es bedeutet aber auch, dass man als Student oftmals ins kalte Wasser geworfen wird und Aufgabenstellungen ohne das nötige Grundwissen (bzw. nachdem man sich dieses selbst erarbeitet hat) angehen muss. Schon von Anfang an besucht man Vorlesungen zusammen mit den Architektur-Studenten in München und bearbeitet Modelle und Zeichnungen in dem Fach "Architektonisches Gestalten". Alles in allem eine hochinteressante Zeit, da man Einblicke in die vielfältigsten Themenfelder erhält. Die zahlreich vertretene Projektarbeit stärkt auch die individuellen sozialen Kompetenzen (meistens jedenfalls). Für weitere Abwechslung sorgen die vielen ein- bis mehrtägigen Exkursionen, bei denen man spannende Architektur, Gärten, Landschaften etc. erkundet und sich so mancher Dozent von seiner etwas zwangloseren Seite zeigt. Die so erworbenen Motivationsschübe tragen einen dann idealerweise durch die allgemeinbildenden Fächer, d.h. Chemie, Botanik, VWL,... - Spannung pur! Vor dem dritten Semester differenzieren sich die Studenten je nach Vorlieben in künftige Landschaftsplaner oder Landschaftsarchitekten (was aber nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass sich im Berufsleben oft enge Verknüpfungen ergeben und auch schon im Studium sehr interdisziplinär gearbeitet wird). Vor den jeweiligen Semestern kann die Vertiefungsrichtung wieder gewechselt werden, wenn einem die zuerst gewählte Richtung nicht zuspricht. Das fünfte Semester wird im Ausland verbracht, entweder als Studium an einer unserer vielen Partneruniversitäten oder als Praktikum in einem selbst gewählten Unternehmen.

Die Vertiefungsrichtung Landschaftsarchitektur spricht v.a. die gestalterisch orientierten Studenten an. Die Projektarbeit findet oft an den Schnittstellen zur Stadtplanung und Hochbauarchitektur statt, weshalb die Dritt- und Viertsemester sich zweimal pro Woche weiter nach München bequemen dürfen, um dort bei der Architekturfakultät grundlegende Kenntnisse zu erwerben. Nebenbei werden auch die darstellerischen Techniken nicht vernachlässigt; im Laufe des Studiums ist vom Freihandzeichnen bis hin zu Computerprogrammen fürs dreidimensionale Entwerfen alles dabei. Der Studiengang endet schließlich mit der Bachelorarbeit, die im Rahmen eines Kolloquiums hochschulöffentlich vorgestellt wird - letzte Gelegenheit also, noch mal auf den Putz zu hauen!

Im Bereich der Landschaftsplanung liegt das Hauptaugenmerk auf dem angewandten Naturschutz. Ziel ist es, durch geschickte Planung sowohl Eingriffe des Menschen zu bewerten, zu verhindern oder zu verbessern als auch der Natur im Sinne der Nachhaltigkeit ihren Platz zu gewähren. Hierzu werden Raumordnungspläne, Bebauungspläne, Grünordungspläne, Umweltverträglichkeitsstudien usw. erstellt, verglichen oder ausgewertet, um somit die Rechtmäßigkeit menschlichen Handelns nach den Naturschutzgesetzten zu beurteilen. Vorlesungen finden vorwiegend am WZW in Weihenstephan/Freising statt, es gibt aber auch immer wieder die Möglichkeit, den Kontakt nach München nicht zu verlieren. Durch Projektarbeiten und Exkursionen beschäftigt man sich nicht nur mit der Theorie des Natur- und Umweltschutzes, vielmehr spielt der direkte Bezug zur "realen" Welt eine große Rolle. Neben den semester- oder projektbezogenen Exkursionen werden auch immer wieder besondere Landschaften bereist. So fand im Sommer 2007 z.B. eine Australienexkursion statt, 2008 ging es nach Sibirien, 2011 waren Studenten auf Sardinien, 2014 gibt es eine Wanderung durch Kasachstan. Abschließend steht auch bei den Landschaftsplanern im achten Semester die Bachelorarbeit an, der hierdurch erlangte Abschluss ist ebenfalls berufsqualifizierend!

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Master Landschaftsarchitektur

Der viersemestrige Masterstudiengang ist als Projektstudium konzipiert, entsprechend haben diese meist zeitaufwändigen Arbeiten ein größeres Gewicht als die Lehrveranstaltungen. Es soll wissenschaftliches Arbeiten unter planerischen, künstlerisch-gestalterischen und technischen Gesichtspunkten vertieft und dieses wiederum in den Projekten angewendet werden. Hierbei wird insbesondere Wert auf die analytische, gestalterische und technische Auseinandersetzung mit den zu bearbeitenden Gebieten unterschiedlicher Maßstabsebenen gelegt. Mittels der Integration von Inhalten anderer verwandter Fachbereiche – etwa Planungs-, Ingenieur-, Natur- und Geisteswissenschaften – in die Projekte soll die Verbindung von theoretisch erlernten Aspekten und deren Umwetzung ermöglicht werden.
Die Projekte behandeln im Wesentlichen Themenfelder, die in den folgenden Bereichen angesiedelt sind:

  • Landschaftsarchitektur als Objektplanung im öffentlichen Raum
  • Themenbereich nachindustrielle Landschaft und Infrastruktur
  • Landschaftsarchitektur regionaler Freiräume
  • Umgang mit vorhandenen Freiräumen, deren Erhalt und Weiterentwicklung

Eine wesentliche Stärke dieses Studienganges ist die Kombination der theoretischen, wissenschaftlichen Grundlagen mit der praxisnahen Orientierung der Projektarbeiten. Diese Eigenschaft wird durch die Zusammenarbeit mit den thematisch verwandten Lehrstühlen noch gefördert.

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Masterstudiengang Umweltplanung und Ingenieurökologie

Dieser viersemestrige Masterstudiengang stellt eine fachübergreifende Verbindung zwischen den Planungswissenschaften und den Naturwissenschaften dar. Seine zentralen Aspekte sind die verträgliche Nutzung und Sicherung der menschlichen Umwelt sowie verschiedene Bereiche des Natur- und Umweltschutzes. Hierbei sind unterschiedliche Herangehensweisen möglich: der Zugang zu dieser Thematik kann ebenso über den biotischen und abiotischen Ressourcenschutz erfolgen wie über landschaftsästhetische Gesichtspunkte, Fragen des Landmanagements in unterschiedlichen Kulturen, Aspekten der Planungsmethodik oder Fragen der Renaturierung und Sanierung.

Die größte Stärke dieses Studienganges ist sein modularer Aufbau mit einem breiten Angebot aus den verschiedensten Fachbereichen. Daraus und aus den vergleichsweise geringen Einschränkungen durch die Fachprüfungs- und Studienordnung resultiert, dass es möglich ist, flexibel sein individuelles fachliches Profil zu erstellen und zu schärfen, indem die Kernmodule entsprechend gesetzt werden. Trotz der gesetzten Schwerpunkte ist weiterhin die Möglichkeit vorhanden, auch fachübergreifend Veranstaltungen zu besuchen und in das Studium einzubringen.

Es stehen über fünfzehn Kernmodule mit einer Vielzahl enthaltener Fächer aus diversen Bereichen von der Abfallbehandlung, über Vegetationsökologie, Limnologie, Monitoring bis hin zu Theorie der Landschaftsplanung zur Verfügung.

Neben den Kernmodulen sind Veranstaltungen aus dem Modul „Grundlagen“ im natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich und aus dem Modul „Landnutzungssysteme“ (Agrar-, Gartenbau-, Forst-, Planungswissenschaften) zu wählen. Weiterhin ist eine (bzw. zwei wenn ein Kernmodul weggelassen wird) Projektarbeit durchzuführen die mit den gesetzten Schwerpunkten in Verbindung stehen sollte.

Deutlich profitiert dieser Studiengang auch durch die Teilnahme von Studenten aus unterschiedlichen Fachbereichen und Studiengängen, wodurch die Interdisziplinarität nochmals hervorgehoben wird und der Zugang zu bisher eher fremden Fachbereichen erleichtert wird.

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Masterstudiengang Landschaftsplanung, Ökologie und Naturschutz

Der Masterstudiengang Landschaftsplanung, Ökologie und Naturschutz bietet eine wissenschafliche Vertiefung und fachliche Erweiterung im Fachgebiet der Landschaftsplanung. Veränderungen der Landnutzung, Klimawandel, Urbanisierung sowie ein gesellschaftlicher und demographischer Wandel bedingen eine rasante Veränderung der Landschaft auf regionaler und globaler Ebene. Das Verständnis für die naturwissenschaftlich-ökologischen Prozesse, die Bewertung von Veränderungen vor dem Leitbild des Umwelt- und Naturschutzes sowie die Entwicklung von Strategien für eine nachhaltige Entwicklung von Landschaft einschließlich der natürlichen Ressourcen und der biologischen Vielfalt charakterisieren das naturschutzorientierte und planungswissenschaftliche Studium. 

Das universitäre Studium Landschaftsplanung an der Technischen Universität München bietet mit dem Masterstudiengang eine Vertiefung in den Bereichen

  • Strategien zur Entwicklung von naturnahen und kulturell geprägten Landschaften einschließlich urbaner Räume,
  • naturwisschenschaftlich-ökologische Grundlagen terrestrischer und aquatischer Ökosysteme,
  • Strategien zum Schutz und zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt sowie der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts,
  • Theorie und Geschichte der Landschaftsplanung und des Naturschutzes im Spannungsfeld naturwissenschaftlich-empirischer und normativer Aussagen sowie deren Stellung in einem kulturwissenschaftlich gedeuteten Zusammenhang

Der Masterstudiengang wurde zum WS 2011/2012 eingeführt.

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