Auszug aus den Kurzprotokollen des WZW-Beauftragten

Der Beauftragte des Campus Weihenstephan stellt regelmäßig nach den Fachschaftenratssitzungen (FSR-Sitzung) eine kurze Übersicht der interessantesten besprochenen Tagesordnungspunkte zusammen und den Fachschaften am Campus Weihenstephan zur Verfügung.
Hier wird, zumindest auszugsweise, dieses Kurzprotokoll bereitgestellt.

Der nächste Termin für die FSR-Sitzung ist der 14.4.2016. Die Sitzung findet im Seminarraum 8 im Gebäude 4102 am WZW statt. Beginn ist 18:30 Uhr.

Die Sitzungen sind offen für alle in der Fachschaft aktiven Studierenden. Allerdings sind nur gewählte Vertreter der Fachschaften stimmberechtigt.

außerordentliche FSR-Sitzung am 31.3.2016 - Semesterticket -

 

Diese Sitzung fand außerhalb der regulären Sitzungen statt. Das aktuell stark diskutierte Thema ist die Fortführung des Semestertickets. Hier tritt der Arbeitskreis Mobilität (Link AK)  des "Allgemeinen Studentischen Auschuss" (Link AStA) als Verhandlungspartner im Auftrag des Fachschaftenrats (Link FSR) in den aktuell laufenden Vertragsverhandlungen auf.

Für mehr Informationen zu diesem Thema stehen wir von der Fachschaft gerne für Fragen zur Verfügung.

 

Beginn: 19:00 Uhr Ende: 20:58 Uhr

Der FSR war bereits in der ersten Sitzung beschlussfähig. Mehr oder minder zeitgleich fanden entsprechende Sitzungen an der Münchener Hochschule und an der LMU statt. Von allen teilnehmenden Hochschulen wurden die äquivalenten Vertreter eines AK Mobilität auf gleiche Weise mandatiert wie der AK Mobilität der TUM.

Die Verhandlungen der Partner zum Semesterticket stocken nach wie vor an der noch  nicht nachgebesserten Studie des MVG. Die Studie in ihrer ersten Fassung liegt dem AK Mobilität vor, und wurde über die Oster-Feiertage erstmals angeschaut.

Grundsätzlich wurde das Ziel der Verhandlungen, nämlich Vertragsbedingungen für eine langfristigen Vertrag zwischen MVG, DB, BOB, MVV und der Studentenschaft der teilnehmenden Hochschulen für ein Semesterticket nicht erreicht. Von der MVG wurde als Grundlage die Verhandlung die Ergebnisse der Studie angedacht. Diese wies jedoch große Schwächen auf, und das beauftragte Unternehmen wurde verpflichtet die Studie nachzubessern.
Dennoch wurde von der MVG auf Basis der nicht überarbeiteten Ergebnisse der Studie eine Erhöhung des Gesamtpreises des Semesterticket von 50% angesetzt. Diese Annahme wurde von Seiten der MVV angezweifelt und wurde dann auf 26% reduziert. Die Forderung der AK Mobilität waren eine Erhöhung von maximal 5%. Durch die Vermittlung der Vertreter der Stadt München einigte man sich auf 15%.

Weiter wird die Pilotphase um ein Semester verlängert, auch aus der Not hinaus noch nicht wirklich verhandeln zu können, weil die Marktforschungsstudie eben noch nicht verwendbar ist. Somit liegt ein Angebot auch für das Wintersemester 2016 / 2017  vor. Allerdings mit einer Option der Preiserhöhung von den aktuellen 15% plus einen Betrag von X, welcher erst nach der endgültigen Veröffentlichung der Ergebnisse verhandelt werden wird.

Dies setzt den AK Mobilität in die Lage, weitestgehend in Ruhe für das Sommersemester 2016 die Urabstimmung für die bis dahin vorliegenden Angebote für eine dauerhafte Etablierung des Semestertickets durchzuführen. Der FSR erteilte der AK Mobilität das Mandat die Verhandlungen sofort als gescheitert abzubrechen, sollte bis zum 5. Mai 2016 kein tragfähiges Angebot vorgelegt werden können. Die erfolgreiche Angebotsabgabe umfasst nicht nur ein Kostenangebot für das Semesterticket, sondern auch die Bekanntgabe der endgültigen Studie im vollen Umfang und deren Überprüfbarkeit.

Dieses Angebot muss dann von den Studierenden über eine Urabstimmung bestätigt oder abgelehnt werden. Hier geht es um nichts Geringeres als um die grundlegenden Vertragsbedingungen für einen dauerhaften Vertrag zwischen MVG, MVV, DB, BOB und den teilnehmenden Hochschulen. Sicherlich wird dieser Vertrag eine Klausel beinhalten, in welchem Umfang die Preise für das Semesterticket pro Jahr steigen dürfen. Aktuell soll die Steigerung an jene des Ausbildungstarif II in einer Höhe von etwa 3,5% gebunden werden.
Die Urabstimmung wird vor allem darüber entscheiden, auf welchem Preisniveau das Semesterticket in diesem Vertrag, sollte er zustande kommen, einsteigen wird.
Der AK Mobilität wird nicht zulassen, dass grundsätzliche Modalitäten des Semesterticket wie die aktuell gültigen Fahrtzeiten zum Nachteil der Studierenden geändert werden.

Die Preise für den Sockelbetrag wird im WS 16/17 von aktuell 62,50€ auf 65,00€ steigen. Die IsarCard Semester von aktuell 157,60€ auf 189,00€. Damit liegt eine Erhöhung des Gesamtpreises um etwa 15,4% vor. Hier gab es noch ein anderes Angebot, bei welchem der Sockelbetrag aber auf 71,00€ gestiegen wäre. Dies war bei diesem solidarisch zu entrichtenden Betrag nicht tragbar, und daher wurde das zweite Angebot als Verhandlungsgrundlage für die AK Mobilität für das WS 16/17 mandatiert. Hinzu käme noch der Betrag X, welcher vom MVG noch nicht genannt wurde, weil hier die endgültige Fassung der Studie abgewartet werden soll.

Für die Studentenschaften bedeutet daher die Urabstimmung auch eine Abstimmung zu dieser Erhöhung um den Betrag X. Sollte in der Urabstimmung die Weiterführung des Vertrages zu einem Semesterticket abgelehnt werden, würde es im WS 16/17 das Semesterticket noch zu den oben genannten Konditionen ohne die Erhöhung um den Betrag X geben. Etwaige Verluste hätte die MVG zu tragen.

Dieses Mandat, dessen Eckpunkte hier kurz aufgeführt wurden, wurde vom FSR mit 35 Ja-, 3 Nein-Stimmen und 1 Enthaltung nach intensiver Diskussion beschlossen.

Ein weiterer Teil der Diskussion betraf die Vermittelbarkeit des Semesterticket und deren Vorteile daraus. Hier wird, da inzwischen bei dem größten Teil der Studierenden das Semesterticket grundsätzlich vorhanden ist, entsprechend die Situation ohne Semesterticket dargestellt werden müssen. Trotz aller Preiserhöhungen ist das Semesterticket im Vergleich zu einem Ausbildungstarif II relativ schnell günstiger. Genaue Berechnungen, für wen und wann sich die Tickets rentieren, werden vorbereitet.
Allerdings berichteten auch die ersten Initiatoren des Semesterticket, die, obwohl selber schon mit dem Studium fertig, bei der heutigen Versammlung aus Interesse anwesend waren, von ihren logistischen Problemen bei der Beschaffung der monatlich neu zu beziehenden Fahrkarten. Hier wurden vom Vertrieb der MVG grundsätzlich nicht genug Verkaufsstellen und Personal gestellt, damit der Ansturm von ca. 100.000 Studenten am jeweiligen Monatsanfang in einem vernünftigen Zeitrahmen zu bewältigen war. Es war also nicht nur der finanzielle Aspekt, der den Wunsch nach einem Semesterticket aufkommen lies.

Auf Grund der erfolgreichen FSR-Sitzung kann auf weitere außerordentliche FSR-Sitzungen verzichtet werden. Die nächste reguläre FSR-Sitzung findet am 14.04.2016 im WZW statt. Einreichungsfrist für Anträge ist der 06.04.