14.01.2016 12:17 Alter: 3 yrs

WZW-Neujahrsempfang: Kraftvoller Start ins Jahr 2016 - mit den Erfolgen aus 2015 im Rücken

Am 13. Januar 2016 fand der traditionelle Neujahrsempfang des Wissenschaftszentrums Weihenstephan (WZW) der Technischen Universität München (TUM) statt. Fakultätsmitglieder, Hochschulvertreter und Freunde des WZW blickten zusammen mit Dekanin Prof. Angelika Schnieke auf ein für den Life Science-Campus der TUM organisatorisch ruhigeres, inhaltlich aber hoch erfolgreiches Jahr 2015 zurück. Für 2016 stellte sie eine intensive Diskussion über eine Effizienzsteigerung in der Organisation in Aussicht.

Die Neuberufenen am WZW heißen Dr.-Ing. Matthias Gaderer, Dr. Anja Rammig und Dr. Benjamin Schusser (v.l.n.r.), sowie Dr. Ruth Müller, Dr. Frank Johannes und Dr. Dietmar Zehn (nicht im Bild). Zudem wurde Dr. Klaus Mayer 2015 als Honorarprofessor bestellt (Foto: Michael Scharmann/TUM).

Die Neuberufenen am WZW heißen Dr.-Ing. Matthias Gaderer, Dr. Anja Rammig und Dr. Benjamin Schusser (v.l.n.r.), sowie Dr. Ruth Müller, Dr. Frank Johannes und Dr. Dietmar Zehn (nicht im Bild). Zudem wurde Dr. Klaus Mayer 2015 als Honorarprofessor bestellt (Foto: Michael Scharmann/TUM).

Zu Beginn ihrer Rede spannte WZW-Dekanin Prof. Angelika Schnieke den Bogen zurück ins Jahr 2014, in welchem die Fakultät durch internationale Gutachter evaluiert worden war. "Im Vergleich dazu war 2015 ein ruhigeres Jahr für das Dekanat: Wir erhielten den Bericht der Gutachter mit Lob, Kritik und Verbesserungsvorschlägen. Insgesamt können wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein: Die Gutachter waren beeindruckt von Qualität und Relevanz des WZW in Forschung und Lehre." Allerdings hätte die internationale Jury bei der Organisation der Großfakultät eine Vereinfachung angeregt, so die Dekanin. Derzeit werden intensive Diskussionen über eine Effizienzsteigerung der Organisation geführt.

Das WZW war 2015 international forschungsstark....

Dem Wunsch der Gutachter nach einer weiteren Internationalisierung bei Auszeichnungen und Drittmittel-Einwerbungen ist das WZW laut Schnieke schon im vergangenen Jahr nachgekommen: Viele der an WZW-Mitglieder verliehenen Wissenschaftspreise - z.B. die Philippe-Duchaufour-Medaille für die Bodenkunde oder der HUPO Discovery in Proteomic Sciences Award für die Proteomforschung - seien 2015 international gewesen. Zudem habe die Systembiologie einen hochdotierten ERC-Grant des Europäischen Forschungsrats eingeworben, neuberufene Professuren brachten vergangenes Jahr weitere der renommierten Grants mit ans WZW.

...und sehr erfolgreich bei der Drittmittel-Akquise

"Damit sind wir ganz vorn, was die Drittmittel-Einwerbung angeht: TUM-weit liegen wir auf Platz drei, mit einem hohen Anteil an europäischen ERC-Grants und Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)", bilanzierte die Dekanin. Tatsächlich starteten im letzten Jahr auch viele national geförderte Großprojekte am WZW, etwa in der Klimaforschung in Bayerns Böden und Stillgewässern, in der Ernährungswissenschaft, Bodenkunde und Biopolymerforschung. Zudem wurde ein DFG-Sonderforschungsbereich in der Systembiologie millionenschwer verlängert.

Vielfalt bei den Baumaßnahmen

Mit Blick auf ihre im Herbst 2016 zu Ende gehende Amtszeit stellte Schnieke die vergangenen und künftigen Baumaßnahmen vor. Einige der teuren Bestands-Sanierungen in Räumen für Forschung, Lehre und Verwaltung sind erledigt, weitere werden folgen: 2016 stehen unter anderem ein Umbau des Lebensmitteltechnikums und die Umwandlung der alten Versuchsbrennerei in Aufenthalts- und Lernräume für Studierende an. Auch das Mobilitätskonzept für den Campus Weihenstephan soll dieses Jahr umgesetzt werden, um die angespannte Parksituation vor Ort zu entzerren. Zugleich äußerte die Dekanin die Hoffnung, dass in absehbarer Zeit auch die Renovierung der Mensa, die Verlegung von Glasfaserkabeln zur Verbesserung der Datenanbindung sowie ein Neubau für Nutztierhaltung in Thalhausen in Angriff genommen werden können.

Personelle Veränderungen werden weiter zunehmen

Die Neuberufungen des letzten Jahres stellte die Dekanin im Anschluss vor: Dr.-Ing. Matthias Gaderer übernahm 2015 den Lehrstuhl für Regenerative Energiesysteme (vormals Rohstoff- und Energietechnologie), Dr. Dietmar Zehn den Lehrstuhl für Tierphysiologie und Immunologie (vormals Physiologie). Neu eigerichtet wurden Tenure Track-Professuren für Dr. Ruth Müller (Wissenschafts- und Technologiepolitik), Dr. Anja Rammig (Land Surface-Atmosphere Interactions), Dr. Frank Johannes (Populations-Epigenetik und Epigenomik) und Dr. Benjamin Schusser (Reproductive Biotechnlogy). Eine weitere für Dr. Ilona Grunwald Kadow (Neuronal Control of Metabolism) wird in 2016 folgen. Zudem verstärkt Dr. Klaus Mayer mit der Honorarprofessur "Plant Genome Bioinformatics" die Lehre.

Für die Zukunft kündigte die Dekanin spannende Zeiten im Personalkarussell an: Einerseits wird ab 2016 eine neue Form von Tenure Track-Professuren gemeinsam mit der Max Planck-Gesellschaft realisiert, andererseits werden durch den anstehenden Generationenwechsel im Professorium des WZW bis zum Jahr 2025 gut 30 Stellen frei. Diese können zukunftsträchtig nachbesetzt und gegebenenfalls dabei thematisch neu ausgerichtet werden.

Verabschiedet wurden Prof. Alfons Gierl (Lehrstuhl für Genetik), der von 2010 bis 2013 auch WZW-Dekan war, Prof. Jean Charles Munch (Lehrstuhl für Bodenökologie) und Honorarprofessor Harald Geiger (Präsident des Verwaltungsgerichts i.R.), der am WZW jahrelang Grundlagen des Europarechts gelehrt hatte.