04.12.2014 14:39 Alter: 4 yrs

Heinz Maier-Leibnitz-Medaille für Prof. Bernhard Küster

Am Dies Academicus 2014 der Technischen Universität München (TUM) zeichnete TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann einen Forscher des Wissenschaftszentrums Weihenstephan (WZW) mit der Heinz Maier-Leibnitz-Medaille aus: Prof. Bernhard Küster vom Lehrstuhl für Proteomik und Bioanalytik. Das WZW gratuliert!

Prof. Bernhard Küster vom TUM-Lehrstuhl für Proteomik und Bioanalytik (Bild: Astrid Eckert und Andreas Heddergott / TUM)

Die Heinz Maier-Leibnitz-Medaille, benannt nach dem TUM-Physikprofessor und Nestor der deutschen Neutronenphysik, wird für außergewöhnliche wissenschaftliche Leistungen vergeben. Bernhard Küster gelang Jahr 2014 ein international bahnbrechender Erfolg: Er und sein Team entschlüsselten 18.100 Proteine des Menschen und damit über 90 Prozent des menschlichen Proteoms. Nahezu zeitgleich vermeldeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der John-Hopkins University in den USA die Identifizierung von 17.200 Proteinen. Das Magazin „Nature“ veröffentlichte die beiden Arbeiten als Cover-Story - ein Beleg für die große Bedeutung dieser Forschung.

In Prof. Küster verbindet sich kreativer Forschergeist mit langjähriger Industrieerfahrung. Seinen Erfolgen liegt eine einzigartige Kombination wissenschaftlicher und technologischer Methoden zugrunde: Der innovative Einsatz der Massenspektrometrie erlaubt seiner Forschungsgruppe, das Proteom menschlicher Gewebe schnell und effizient zu kartieren. Um die Forschung auf diesem Gebiet international konkurrenzfähig voranzutreiben, hat Küster mit dem Software-Konzern SAP eine frei zugängliche Datenbank aufgebaut -  ein umfassender Katalog an Proteinanalysen, von dem die gesamte biomedizinische Forschungsgemeinschaft profitiert.

Im Rahmen ihrer Akademischen Jahresfeier 2014 zeichnete die TUM daneben weitere herausragende Forscherinnen und Forscher, verdiente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unternehmerisch erfolgreiche Alumni sowie vielversprechende Nachwuchstalente mit verschiedenen Ehrungen aus.

Mehr:
TUM-Pressemitteilung zum Dies Academicus 2014
Über den Forschungserfolg von Prof. Küster