Woche der Umwelt in Berlin: Elektro-Antrieb macht Feldhäcksler energieeffizienter
Bei der Gras- und Maissilageproduktion sind selbstfahrende Feldhäcksler die Schlüsselmaschinen für die Aufnahme, das Zerkleinern und das Verladen des Erntegutes. Üblicherweise werden die Fahrantriebe dieser Maschinen hydraulisch, d.h. mit Hilfe strömender Flüssigkeiten, ausgeführt. Ein Forschungsprojekt der Technischen Universität München (TUM) bietet nun eine effizientere Alternative: Gemeinsam mit der Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH entwickelt der TUM-Lehrstuhl für Agrarsystemtechnik einen diesel-elektrischen Hybridantrieb. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt präsentiert sich am 5. und 6. Juni 2012 bei der Woche der Umwelt in Berlin.
Durch eine bessere Leistungsübertragung und eine verbesserte Regel- und Steuerbarkeit liegt der Wirkungsgrad der elektrischen gegenüber den hydraulischen Komponenten um bis zu ein Viertel höher (anstriebsstrangbezogen). Gleichzeitig sinkt der Primärenergieverbrauch des gesamten Fahrzeuges um bis zu 10 Prozent.
Ein weiterer Vorteil des elektrischen Antriebs: Er verhindert, dass Öl austritt und den Boden verschmutzt, etwa beim An- und Abkoppeln oder durch beschädigte Hydraulikschläuche. Der neue Hybridantrieb für Feldhäcksler wird am 5. und 6. Juni 2012 bei der Woche der Umwelt in Berlin vorgestellt. Bei dieser Veranstaltung werden zukunftsweisende Umwelt- und Naturschutzprojekte präsentiert, die von einer unabhängigen Jury ausgewählt wurden.
Weitere Informationen:
Woche der Umwelt, 5. Und 6. Juni, Park im Schloss Bellevue, Berlin
http://www.woche-der-umwelt.de/
Deutsche Bundesstiftung Umwelt: DBU-aktuell Nr. 4
http://www.dbu.de/708ibook67421_32799_705.html
Technische Universität München
Lehrstuhl für Agrarsystemtechnik
Dipl.-Ing.agr. Markus Heckmann
Tel: +49 (0)8161 / 71-3799
E-mail: markus.heckmann[at]wzw.tum.de
http://www.tec.wzw.tum.de
