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12.07.2012

WZW-Tag 2012: Preise des Oberbürgermeisters der Stadt Freising

Der wissenschaftliche Nachwuchs der TU München stand im Mittelpunkt des WZW-Tages: Freisings Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher ehrte herausragende Absolventen der Technischen Universität München. Der Preis des Oberbürgermeisters der Stadt Freising wird traditionell für die besten Diplom- und Masterarbeiten verliehen, die im Studienjahr 2011/2012 an den Studienfakultäten des Wissenschaftszentrums Weihenstephan entstanden sind.


Die besten Studenten am WZW erhalten den "Preis des Oberbürgermeisters der Stadt Freising" für ihre hervorragenden Abschlussarbeiten. V.l.n.r.: Dekan des WZW Prof. Alfons Gierl, Andreas Spicker, Justus Bork, Theresa Schöttl, Martin Schnaitter, Anna Adassinskaja, Markus Kornprobst, Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher. Bild: Foto Lehmann Freising

Studienfakultät Agrar- und Gartenbauwissenschaften: Der Preis für die beste Masterarbeit der Studienfakultät für Agrar- und Gartenbauwissenschaften geht an Andreas Spicker. Seine Masterarbeit „Einfluss differenzierter Bestandsdichten auf die Krankheitsentwicklung bei Winterweizen – Voraussetzungen für eine teilflächenspezifische Fungizidapplikation“ wurde mit 1,3 bewertet. Der Absolvent des Studiengangs Agrarmanagement hat Feldversuche zu Winterweizen mit differenzierter Bestandsdichte und Biomassebildung angelegt und konnte auf diese Weise zeigen, dass Mikroklima und Konstitution der Pflanzen sehr unterschiedlich hinsichtlich Wachstum und Ausbreitung verschiedener Krankheitserreger wirken.


Studienfakultät Biowissenschaften: In der Studienfakultät Biowissenschaften wird der Preis für die beste Masterarbeit an Markus Kornprobst verliehen. Der Absolvent des Studiengangs Molekulare Biotechnologie beteiligte sich durch seine mit 1,0 bewertete Arbeit „Pancreas-specific expression of Cre recombinase by targeting the putative ROSA26 locus“ an der Entwicklung eines porcinen Tiermodells. Das Modell kann für die Erforschung des duktalen Adenokarzinoms des Pankreas und für die Entwicklung neuer Therapieansätze gegen diese aggressive Form des Pankreastumors genutzt werden. Herr Kornprobst hat dafür einen speziellen Vektor zum „Targeting“ des ROSA26-Lokus entwickelt und überprüft.


Studienfakultät Brau- und Lebensmitteltechnologie: Der Preisträger der Studienfakultät für Brau- und Lebensmitteltechnologie heißt in diesem Jahr Martin Schnaitter und wird für seine Diplomarbeit „Evaluierung relevanter Gärungsparameter zur Optimierung von kontinuierlichen Gärverfahren“ ausgezeichnet. Die Arbeit erhielt die Note 1,0 und befasst sich mit der Evaluation häufig eingesetzter Hefestämme hinsichtlich ihrer Toleranz und ihres Verhaltens gegenüber Stressfaktoren. Herr Schnaitter lieferte wichtige Erkenntnisse zur Führung industrieller Gärprozesse, indem er den anfänglichen Alkoholgehalt der Anstellwürzen, die Zuckerkonzentrationen, sowie den eingestellten Druck bei konstanter Temperatur variierte.


Studienfakultät Ernährungswissenschaft: Theresa Schöttl, Absolventin der Ernährungswissenschaften, erhält den Preis für ihre Masterarbeit „Measurement of reactive oxygen species in the murine hypothalamus after high-fat feeding or intraperitoneal glucose injection utilizing different approaches“. An der Basis des Gehirns, dem Hypothalamus, befinden sich Nervenzellen, die das Hunger- und Sättigungsgefühl sowie den täglichen Energieverbrauch regulieren. Die Preisträgerin hat sich in ihrer, mit der Note 1,0 bewerteten, Masterarbeit mit der Frage befasst, ob fettreiche Ernährung zu einer Störung des Zellstoffwechsels im Hypothalamus führt und damit die Funktion der metabolischen Sensoren beeinträchtigt.


Studienfakultät Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement: Für seine Masterarbeit „Die Kohlenstoffspeicherung von Fichtenreinbeständen der Bergmischwaldzone unter Berücksichtigung von Ausfallrisiken – ein modellanalytischer Ansatz“ wurde Justus Bork von der Studienfakultät für Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement ausgezeichnet. Die Abschlussarbeit im Studiengang Forst- und Holzwissenschaft wurde ebenfalls mit der Bestnote 1,0 bewertet. Die Wissenschaft beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit der Frage, ob genutzte oder ungenutzte Wälder einen höheren Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in der Atmosphäre leisten. Herr Bork konnte zeigen, dass die untersuchten Fichtenbestände in fast allen bewirtschafteten Szenarien eine bessere Kohlenstoffbilanz aufweisen als in den Szenarien, bei denen keine Bewirtschaftung unterstellt wurde.

 
Studienfakultät Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung: Den Preis für die beste Masterarbeit der Studienfakultät für Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung erhält Anna Adassinskaja. Die Absolventin setzt sich intensiv mit der Geschichte der russischen Stadtentwicklung nach dem 2. Weltkrieg auseinander. Die Arbeit „Vielfalt der Möglichkeiten – auf der Suche nach neuen Wegen in der Gestaltung der Freiflächen im Wohnquartier der 1970er Jahre. Okrug Morskoi. Sankt Petersburg“ erläutert ausführlich die Utopie der sozialistischen Stadt und zeigt anschaulich, in welchen Bereichen diese Utopie gescheitert ist. Frau Adassinskaja erhielt für ihre Abschlussarbeit im Studiengang Landschaftsarchitektur eine 1,0.



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