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29.07.2015

„Sport-Stipendiat des Jahres“: TUM-Studentin steht zur Wahl

Laura Grasemann studiert an der TUM Molekulare Biotechnologie – und ist zugleich als Ski-Freestylerin international erfolgreich. Die Doppelbelastung durch Studium und Spitzensport erfordert Disziplin, zugleich muss die Studentin Geld verdienen, um ihr Training zu finanzieren. Bei ihrem Weg zu Olympia 2018 würde ein Stipendium finanziell entlasten. Denn Laura Grasemann steht als eine von fünf studierenden Sportlern im Finale für den „Sport-Stipendiaten des Jahres 2015“. Jetzt entscheiden die Unterstützer: Wer seine Stimme online für sie abgeben möchte, kann das bis 23. August tun.


Laura Grasemann im Training, hier beim Schraubensalto (Foto: Takei Masanori)

Als WM-Neuling hat TUM-Studentin Laura Grasemann im Januar 2015 bei der Ski Freestyle-Weltmeisterschaft auf der Buckelpiste den neunten Platz belegt. Auch an den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 nahm sie teil. Doch kurz danach stellt der Deutsche Skiverband im März 2014 die Förderung der Disziplin Buckelpiste ein. Kein Grund für Laura, kürzer zu treten: Die mehrfache Deutsche Meisterin und Olympia-Teilnehmerin sagt sich "jetzt erst recht" und finanziert sich fortan mit Tennisunterricht selbst – trotz der zeitlichen, physischen und psychischen Doppelbelastung durch Studium und Leistungssport.

Über die Buckelpiste ohne Physiotherapeut

"Es wurde an jedem Ende gespart", sagt sie im Interview mit der Deutschen Sporthilfe. "Wir sind zum Beispiel mit dem Auto ins Trainingslager nach Norwegen gefahren, zwei Tage hin, zwei Tage wieder zurück." Und bei den meisten Wettkämpfen habe sie, wie auch ihre Sportkollegen, auf Betreuer und Physiotherapeuten verzichtet. Ihr Team, sechs Frauen und sieben Männer, hätte inzwischen eindrucksvoll gezeigt, dass es noch lange nicht aufgibt. Denn die Sportler haben gemeinsam ein Ziel: Olympia 2018.

Durch Uni-Klausuren parallel zum Trainingsplan

Daneben steckt Laura in den letzten Zügen ihres Bachelorstudiums der Molekularen Biotechnologie am Wissenschaftszentrum Weihenstephan der TUM. Sport und Uni unter einen Hut zu bringen war nicht immer einfach, sagt sie: „In meinem letzten Jahr des Bachelor-Studiums konnte ich Prüfungstermine nicht mehr ins nächste Semester schieben. So habe ich zum Beispiel eine Klausur um sechs Uhr morgens von Kanada aus geschrieben, anschließend ging es zum Frühstück, eine Stunde später begann das Aufwärmen für den finalen Trainingstag vor dem Weltcup.“ Es hat alles geklappt: Jetzt steht sie schon für den Master in den Startlöchern.

Erleichterung in Sicht: Wird TUM-Studentin Laura „Sport-Stipendiatin des Jahres“?

Zuerst steht Laura Grasemann aber als eine von fünf Studierenden aus ganz Deutschland im Finale für die Wahl zum „Sport-Stipendiaten des Jahres 2015“. Dieser Sieg würde ihr helfen, den finanziellen Druck zu mildern, damit sie es leichter hat, neben dem Studium für Olympia 2018 zu trainieren. Jede Stimme zählt: Wer die TUM-Studentin unterstützen möchte, kann bis 23. August online für sie voten. Mit etwas Glück können die Teilnehmer an der Online-Wahl ebenfalls etwas gewinnen.

Zur Abstimmung: https://www.sportstipendiat.de/

 



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