05.05.2015 14:20 Alter: 3 yrs

Bayerns Seen im Klimawandel: 900.000 Euro für TUM-Gewässerforschung

Mit der Übergabe eines Schecks über 900.000 Euro an die Wissenschaftler der Limnologischen Station Iffeldorf der Technischen Universität München (TUM) hat Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf ein neues Projekt zur Erforschung des Klimawandels gestartet. Das an den Osterseen stationierte Team vom TUM-Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie sollen mit dem Projekt "Bayerns Stillgewässer im Klimawandel – Einfluss und Anpassung" in den kommenden drei Jahren klären, wie sich die Erwärmung durch den globalen Klimawandel auf das Ökosystem Wasser in Bayern auswirkt und wie man diesen Entwicklungen begegnen kann.

900.000 Euro für die TUM zur Erforschung von Bayerns Seen im Klimawandel (v.l.n.r.): Prof. Dr. Jürgen Geist vom TUM-Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie, Dr. Uta Raeder, stellvertretende Leitung der Forschungsstation Iffeldorf, und Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf (Bild: StMUV)

In dem Verbundprojekt beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TUM an der Limnologischen Station Iffeldorf unter anderem mit den Auswirkungen extremer Hochwasser. Sand und andere Feinsedimente aus Flüssen können das Seewasser trüben und verschlammen. Dadurch erhalten Unterwasserpflanzen weniger Licht. Durch steigende Wasserspiegel sind gleichzeitig die Schilfgürtel als Lebensraum für Pflanzen und Tiere bedroht. Ein weiteres Teilprojekt untersucht Planktonalgen, die Kohlendioxid speichern können. Durch steigende Wassertemperaturen können sich Art und Anzahl der Algen in Seen verändern.

"Der Klimawandel ist eine der wichtigsten Umweltfragen unserer Zeit. Die Auswirkungen der Klimaveränderung werden in allen Lebensbereichen spürbar sein. Das gilt auch für unsere heimischen Seen. In Bayern gibt es rund 500 größere Seen“, sagte Umweltministerin Ulrike Scharf bei der Präsentation des Verbundes im oberbayerischen Iffeldorf. Der Freistaat als laut Ministerium „Hochburg der Klimaforschung" finanziert den Forschungsverbund daher mit 900 000 Euro: "Nur durch fundierte Forschungsergebnisse können wir gezielt Strategien entwickeln und Bayern klimasicher machen“, so die Ministerin.

Der neue Projektverbund "Bayerns Seen im Klimawandel" ergänzt den Anfang 2015 gestarteten Projektverbund "Bayerns Landschaften im Klimawandel" an der TUM, den das Umweltministerium mit rund 1,2 Millionen Euro unterstützt.

 

Weitere Informationen:

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz
Web-Artikel zum Start des Projektverbunds "Bayerns Landschaften im Klimawandel"