05.10.2015 11:27 Alter: 3 yrs

Neue DFG-Forschergruppe für die TUM

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Herbst sechs neue Forschergruppen eingerichtet. Die Gruppe "Understanding Intramembrane Proteolysis" ist am Wissenschaftszentrum Weihenstephan der TUM angesiedelt, Sprecher ist Prof. Dieter Langosch vom Lehrstuhl für Chemie der Biopolymere.

Bei der Intramembran-Proteolyse werden Substratproteine innerhalb ihrer Transmembranhelices (rote Zylinder) von membranständigen Proteasen (symbolisiert durch eine Schere) zerschnitten. (Grafik: Dieter Langosch / TUM)

Die stark interdisziplinär ausgerichtete Forschergruppe – weitere beteiligte Einrichtungen und Fachrichtungen sind die LMU München, die Universitäten Leipzig und Heidelberg sowie das KIT Karlsruhe – untersucht auf molekularer Ebene die Proteolyse von Membranproteinen, also die Aufspaltung der Eiweiße in kleinere Polypeptide oder Aminosäuren. Verantwortlich für diesen Vorgang sind intramembrane Proteasen. Dabei soll einerseits geklärt werden, wie die Proteasen ihre molekularen Zielsequenzen erkennen, andererseits sollen auch neue Zielproteine identifiziert werden. Hintergrund ist, dass intramembrane Proteasen an vielen wichtigen biologischen Funktionen beteiligt sind und mit neurodegenerativen Krankheiten wie der Alzheimer’schen Krankheit in Verbindung gebracht werden. Für Medikamente der Zukunft ist das Wissen um den Zusammenhang von molekularen Sequenzen und biologischen Funktionen sehr bedeutsam.

DFG-Forschergruppen können zweimal für jeweils drei Jahre gefördert werden. In der ersten Förderperiode erhalten die neuen Einrichtungen insgesamt rund 16 Millionen Euro. Die Forschungsverbünde ermöglichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, sich aktuellen und drängenden Fragen ihrer Fachgebiete zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren.

 

Mehr Informationen:
Pressemitteilung der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Professorenprofil von Prof. Dieter Langosch