13.11.2008 22:17 Alter: 9 yrs

Generationswechsel erfolgreich abgeschlossen: TUM verjüngt Lehrstühle für Agrarsystemtechnik und Tierernährung

Mit der Berufung der neuen Lehrstuhlinhaber für Agrarsystemtechnik und Tierernährung ist der Generationswechsel im Wissenschaftszentrum Weihenstephan der TU München (TUM) vorerst erfolgreich abgeschlossen. „Auf eine moderne Besetzung der beiden agrarwissenschaftlichen Lehrstühle haben wir ein besonderes Augenmerk gelegt, um wissenschaftliche Originalität und Anwendungsrelevanz miteinander zu verbinden“, sagte TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann zur Gewinnung der jungen Professoren Heinz Bernhardt und Klaus Eder.

Prof. Heinz Bernhardt

Prof. Klaus Eder

Den Lehrstuhl für Agrarsystemtechnik hat Prof. Dr. Heinz Bernhardt zum 13.10.2008 übernommen. Heinz Bernhardt hatte bisher eine Vertretungsprofessur für Landtechnik an der Justus-Liebig-Universität Gießen inne. Der 34 Jahre junge Agrarwissenschaftler führte früher im Nebenerwerb ein landwirtschaftliches Unternehmen mit Ackerbau und Schweinehaltung, weshalb ihm die Verfahrenstechnik sowohl im Bereich Tier als auch im Bereich Pflanze aus der Praxis vertraut ist. Schwerpunktmäßig geht er heute mittels Systemanalyse und Modellierung der Frage nach, wie sich Veränderungen der verfahrentechnischen Rahmenbedingungen auf agrarische Produktionsprozesse auswirken.

Prof. Dr. Klaus Eder (44) übernimmt zum 01.03.2009 den Lehrstuhl für Tierernährung und kommt damit an seine Alma Mater zurück: Der gebürtige Oberbayer entstammt der großen Schule des renommierten TUM-Wissenschaftlers Prof. Manfred Kirchgeßner. In den letzten zehn Jahren war Klaus Eder Professor für Ernährungsphysiologie an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dort hat er die experimentelle Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Tierernährung und Ernährungsphysiologie eingeführt und darüber rund 100 Originalpublikationen in international anerkannten Fachzeitschriften veröffentlicht. An der TUM in Weihenstephan möchte er gemeinsam mit benachbarten Fachgebieten die Disziplin „Molekulare Tierernährung“ aufbauen: Sie soll die Wirkungen von Nährstoffen aufklären, um Leistung und Gesundheit von Nutztieren zu verbessern und gesunde tierische Produkte zu erzeugen.„Die Neubesetzung der beiden Professuren am Life Science-Campus der TU München hat etwas gedauert, weil wir hartnäckig auf der Suche nach den besten Köpfen waren“, kommentiert TUM-Präsident Herrmann die Personalien. „Ich bin stolz, dass wir für unsere Agrarwissenschaften jetzt zwei hervorragende Forscher hinzugewinnen konnten.“ Mit der Neubesetzung der Agrarsystemtechnik und der Tierernährung werde das breit aufgestellte Portfolio des Forschungsbereichs weiter ausgebaut und vernetzt, so Wolfgang A. Herrmann weiter. Seit Beginn des inhaltlichen und strukturellen Erneuerungsprozesses für ihr Wissenschaftszentrum Weihenstephan hat die TU München seit 1997 insgesamt 44 neue Professoren berufen.