04.07.2008 09:55 Alter: 10 yrs

Wissenschaftsrat erteilt seine Zustimmung: Getränkewissenschaftliches Zentrum für die TU München

  • Weiterer Forschungsneubau auf TUM-Campus in Weihenstephan für 24,9 Mio. Euro

  • Getränkewissenschaft als internationales Alleinstellungsmerkmal der TU München

Das von TU-Präsident Wolfgang A. Herrmann initiierte „Internationale Getränkewissenschaftliche Zentrum Weihenstephan“ (iGZW) hat heute die Zustimmung des Wissenschaftsrats erhalten. Der Bund wird deshalb hälftig die Kosten für einen Forschungsneubau tragen, der mit einem Investitionsvolumen von 24,9 Mio. Euro auf dem TUM-Campus Weihenstephan errichtet wird. Das Konzept hat die Fachgutachter durch seine wissenschaftliche Programmatik überzeugt: Der Forschungsneubau für zukunftsweisende, interdisziplinär angelegte Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Getränkewissenschaften und ihrer Technologien weist internationale Alleinstellungsmerkmale auf. Der Neubau umfasst 4.200 m2 hochinstallierter Labor- und Technikumsflächen zuzüglich Ersteinrichtung. Baubeginn ist 2009.

Seit der Föderalismusreform 2006 beteiligt sich der Bund an der Hochschulbaufinanzierung nur mehr dann, wenn die „überregionale Bedeutung“ des Projekts als Forschungsbau nachgewiesen ist.

Weihenstephan hat traditionell einen hervorragenden Ruf für die Getränke- und Brauforschung. Brauingenieure und Getränkewissenschaftler der TU München aus Weihenstephan findet man weltweit in Führungspositionen. An keinem anderen Standort ist das Spektrum der Forschung so breit und gleichzeitig so hochspezialisiert: Rohstoffe, Technologien, Analytik, Sensorik, Lebensmittelchemie, Ernährungsphysiologie und Ernährungsmedizin. Diese Fachkompetenz soll nun unter einem gemeinsamen Dach zusammengeführt und im Bereich der nichtalkoholischen Getränke verstärkt werden (z.B. „Wellness Drinks“ mit gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen).

Der internationale Mehrwert des neuen Forschungsbaus in Weihenstephan besteht darin, dass die experimentellen Voraussetzungen über die klassische Brautechnologie hinaus für eine moderne Getränkewissenschaft geschaffen werden. Vier Kernlehrstühle – Brau- und Getränketechnologie, Technische Mikrobiologie, Systemverfahrenstechnik, Bioverfahrenstechnik – werden im neuen Zentrum zusammenarbeiten.

„Der Zeitpunkt für das neue Forschungszentrum ist günstig: Die Getränkewissenschaft erlebt mit den sogenannten „Functional Drinks“ einen wahren Boom“, so TU-Präsident Herrmann. „Wissenschaftliche Erkenntnisse haben zu Getränken mit gesundheitsfördernder Wirkung geführt. Inzwischen forscht die Wissenschaft an der pharmazeutischen und medizinischen Relevanz von Getränke-Inhaltsstoffen. Für diesen hohen Forschungsanspruch, auch im Hinblick auf die Herstellungstechnologien, wird unser neuer Forschungsbau die internationalen besten Standards schaffen. Das ist erforderlich, damit wir hier weiterhin als Spitzenuniversität Weltmeister bleiben.“