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31.05.2017 17:09 Alter: 27 days

Forst-Preis für WZW-Nachwuchsforscher

Dr. Fabian Härtl vom Fachgebiet für Waldinventur und nachhaltige Nutzung der Technischen Universität München (TUM) erhält den Abetz-Preis in der Kategorie „Abetz-Förderpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ für herausragende Leistungen im Bereich der forstlichen Betriebswirtschaft in Praxis und Wissenschaft. Die Verleihung fand auf Schloss Clemenswerth in Sögel/Emsland statt.


Preisträger Dr. Fabian Härtl (rechts) mit zwei Jury-Mitgliedern, Dr. Jens Borchers (links) und Prof. Thomas Knoke (Bild: Matthias Becker)

Preisträger Dr. Fabian Härtl (rechts) mit zwei Jury-Mitgliedern, Dr. Jens Borchers (links) und Prof. Thomas Knoke (Bild: Matthias Becker)

Dr. Fabian Härtl ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Waldinventur und nachhaltige Nutzung der TUM und seit September 2015 dort Lehrbeauftragter für das Fach Forstplanung. Er erhielt den mit 2.000 Euro dotierten Abetz-Förderpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs, weil er laut Jury von Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere an methodisch und inhaltlich Wege beschritten habe, die der Erhaltung und Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Forstbetrieben dienen und zukunftsweisend seien.

"Dabei erhält er die Balance zwischen Kritik am einseitig betriebswirtschaftlich ausgerichteten Handeln und der Betonung der Notwendigkeit von wirtschaftlichem Erfolg im Forstbetrieb", so die Begründung der siebenköpfigen Jury, bestehend aus Forstwissenschaftlern und -praktikern. Fabian Härtl hat sich durch zahlreiche Veröffentlichungen bereits jetzt einen Namen in der Forschung gemacht.

Der Hauptpreis, dotiert mit 6.000 Euro, ging an Prof. Hermann Spellmann, Leiter der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, "für seinen jahrzehntelangen erfolgreichen Einsatz für den Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit forstlicher Betriebe durch die Verwendung geeigneter Baumarten und Waldbaumethoden in Wissenschaft und Praxis".

Der Abetz-Preis tritt die Nachfolge des seit 1972 durch das Institut für Forstbenutzung und forstliche Arbeitswissenschaft der Albrecht-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau verliehenen "Karl-Abetz-Preises" an. Damals wie heute werden hervorragende Beiträge zur Förderung der Wirtschaftlichkeit in Forstbetrieben ausgezeichnet. Der Preis wurde nach dem Freiburger Forstökonomen Karl Abetz (1896 - 1964) benannt.

Die letzte Vergabe des universitären Karl-Abetz-Preises war 2011 erfolgt, nun liegen die Verleihung des Preises und die Stiftung der Preisgelder bei einer Gruppe von 17 Betriebsinhabern aus dem "Freundeskreis Großprivatwald". Der Abetz-Preis soll in Zukunft wieder regelmäßig vergeben werden.