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22.10.2014

Nominiert für den Nachhaltigkeitspreis 2014 – das „Thermoskannen-Gewächshaus“

Der Verbraucher wünscht frisches Obst & Gemüse rund ums Jahr – doch leider verbrauchen Gewächshäuser trotz großer Einsparbemühungen immer noch verhältnismäßig viel Energie. Vor dem Hintergrund des Klimawandels muss sich das dringend ändern. Ein deutschlandweites Forscherteam, bei dem auch die TUM beteiligt ist, arbeitet dran. Das Ziel: den Verbrauch fossiler Energie für die Heizung und damit die CO2-Emissionen des Gewächshauses möglichst auf Null zu reduzieren. Die Idee funktioniert im Versuch vielversprechend – klimafreundliches Gemüse aus dem Treibhaus rückt greifbar nah. Nun ist das innovative Konzept sogar für den deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 nominiert.


Prof. Meyer konnte an der TUM nachweisen, dass im „Thermoskannen-Gewächshaus“ auch mit den Anbaurichtlinien nach Bioland-Vorgaben sehr erfolgreich geerntet werden kann, z.B. hocharomatische Tomatensorten. (Bild: Matthias Schlüpen / TUM)

Um Gewächshäuser in nachhaltige Produktionsstätten für Obst und Gemüse zu verwandeln, haben sich viele Köpfe zusammengetan: Neben Forschern der Technischen Universität München (TUM) sind HU Berlin, LU Hannover sowie weitere Forschungseinrichtungen am Projekt „ZINEG“ (Zukunftsinitiative Niedrigenergie-Gewächshaus) beteiligt. Seit 2009 haben sie verschiedene Lösungskonzepte für eine weitgehend CO2 neutrale Pflanzenproduktion in Gewächshäusern entwickelt und erprobt - und wollen sie jetzt zur Praxisreife bringen. Prof. Joachim Meyer, TUM-Emeritus für Technik im Gartenbau, verfolgt dabei die Idee hochisolierter Foliengewächshäuser mit Beheizung aus nachwachsenden Rohstoffen.

Die neuartigen Gewächshäuser werden nach dem Thermoskannen-Prinzip durch bewegliche Energieschirme gut isoliert. Zusätzlich speichern sie tagsüber passiv Sonnenenergie, die in der Nacht dann das Gewächshaus beheizen hilft.  So wird eine zusätzliche, energieintensive Heizung weitgehend überflüssig. Ausgeklügelte Energiespar-Verfahren zur Temperaturführung und Klimakontrolle ergänzen das „Thermoskannen-Gewächshaus“, das sich mit nachwachsenden Rohstoffen ressourcensparend und fast CO2-emissionsfrei beheizen lässt.

Nun wurde das Team um ZINEG für den deutschen Nachhaltigkeitspreis 2014 in der Kategorie „Forschung“ nominiert. Der Ansatz, der die regionale und nachhaltige „Green Economy“ befeuern könnte, muss sich aber noch gegen zwei andere nominierte Projekte durchsetzen. Entscheiden Sie bis zum 20. November per Online-Voting, wer gewinnen soll: http://www.nachhaltigkeitspreis.de/home/wettbewerb/forschung/

Unter allen Teilnehmern werden zwei Karten für den Deutschen Nachhaltigkeitstag (Kongress und Preisverleihung) am 28.11.2014 verlost.

 

Mehr zum Projekt ZINEG unter:
http://www.nachhaltigkeitspreis.de/2014_forschung_zineg_detail/

http://www.zineg.de/



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