Gender in Forschung und Lehre

Gender in die Forschung

Die Frage: "Was hat naturwissenschaftliche Forschung mit dem Geschlecht zu tun?" verweist auf unterschiedliche und vielfältige Aspekte wie beispielsweise:

  • Unterschiedliche Geschlechter finden sich auf fast allen Organisationsebenen von Organismen. Welche Bilder von "männlich" und "weiblich" und welche Geschlechterideologien werden über die Begriffe der Biologie transportiert (Bsp.: "männliche" Donorzelle und "weibliche" Rezipientenzelle": männlich = spenden, geben; weiblich = empfangen)? Eine leicht verständliche Einführung bietet die Broschüre von Malin Ah-King "Genderperspektiven in der Biologie".
  • Die Themen und Fragestellungen der Forschung können Frauen und Männer in unterschiedlicher Weise betreffen: Beispiele sind Reproduktionsmedizin und -genetik und geschlechtsgebundene Krankheiten und Syndrome. Auch die Forschung zu Alterskrankheiten (z.B. Alzheimer) betrifft Frauen und Männer in unterschiedlicher Weise, da Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer haben.
  • Nahrungsinhaltsstoffe, Medikamente und Umweltgifte können für Frauen und Männer mit unterschiedlichen Wirkungen und Nebenwirkungen verbunden sein.
  • In der Land- und Ressourcennutzung, in den Arbeitsverhältnissen und im professionellen Umgang mit Garten, Feld und Wald gab und gibt es Geschlechtsunterschiede (Arbeitsteilung, Tätigkeitsverständnis, Besitzverhältnisse, Expertise usw.).
  • Die Beteiligung von Frauen an der Wissenschaftsproduktion, an der Entwicklung von Forschung und Technologien wird nicht in gleicher Weise gewürdigt wie die der Männer (Bsp.: bierbrauende Mönche - bierbrauende Nonnen; die Rolle Rosalind Franklins bei der Entdeckung der DNS-Struktur).  

Um einen Einstieg in das Thema zu erleichtern, wird eine Literaturliste laufend aktualisiert.


Gender in die Lehre

Informationen zum Thema "Gender in die Lehre" erhalten Sie bei TUM.Chancengleichheit.