Lehrstuhl für Landschaftsökologie
Technische
Universität München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan Studium des Naturschutzes, der Ökologie und der Landschaftsplanung
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Dipl.-Ing. Ursula Schuster
Person Lebenslauf Publikationen Lehre
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Forschungs- / Arbeitsschwerpunkte
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Ideengeschichte des Naturschutzes
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Theorien des Wildnisschutzes
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Naturschutzbegründungen
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z. Zt. Dissertation
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„Von der ehrfurchtgebietenden Urlandschaft zum dynamischen Ökosystem. Der Wandel der Bedeutung von Wildnis im deutschen Naturschutz“
Im Naturschutz tritt Wildnis derzeit als leitende Idee in den Vordergrund, nachdem bisher eher der vorindustriellen Kulturlandschaft diese Rolle zukam. Diese Idee wird mit den Begriffen der Ökologie zu erfassen gesucht. Die Hinwendung zur Wildnis zeigt sich im deutschen Naturschutz seit einiger Zeit vor allem in der Konjunktur des Schlagwortes Prozessschutz. Natürliche Dynamik wird als Wertkriterium für Wildnis bestimmt, wobei typischerweise davon ausgegangen wird, dass sich die Natur, sofern sie anthropogen unbeeinflusst ist, sich durch natürliche Dynamik auszeichnet. Unberührte Natur ist somit immer dynamisch, also Wildnis.
Die These lautet, dass durch eine zunehmende Reduktion dessen, was die Attraktivität bestimmter Wildnis genannter Formen von Natur ausmacht, auf natürliche Dynamik, der Naturschutz in seinem Selbstverständnis als angewandte Ökologie, nicht in der Lage ist, angemessene und brauchbare Anleitungen für die Planungspraxis zu erarbeiten. Wildnis kann nicht mit den Begriffen, die sich auf ihre kulturelle Dimension beziehen, z. B. auf ihre sinnstiftende oder ästhetische Bedeutung, erfasst werden. Deutlich sieht man dies z. B. an dem Widerstand den das Schutzkonzept des Nationalparks Bayerischer Wald und die Diskussion um die Borkenkäferproblematik und das Absterben des Hochlagenwaldes seit längerem bei der Bevölkerung hervorrufen.
Die Arbeit hat einen ideengeschichtlichen und einen anwendungsbezogenen Teil. Sie befasst sich zunächst mit der Geschichte der Idee der Wildnis im Naturschutz und zeichnet vor allem die Wandlung von einem kulturellen Verständnis (Urlandschaft) zu einem ökologisch reduzierten (dynamische Ökosysteme) nach. Der zweite Teil beschäftigt sich damit, wie die kulturellen Komponenten der Wildnis für den Naturschutz zugänglich gemacht werden können.
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Diplomarbeit
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