Projekt: Entwicklung und Vergleich verschiedener Systeme zur teilflächen-spezifischen Stickstoff-Düngung
Projektpartner: Fa. Georg Fritzmeier GmbH, Großhelfendorf
Leitung: Dr. Franz-Xaver Maidl
Bearbeitung:
Dipl. Ing. agr. (Univ.) Bernhard Limbrunner
Laufzeit: Februar 2008 - September 2009
Förderung: Fa. Georg Fritzmeier GmbH, Großhelfendorf
Kurzbeschreibung
Untersuchungen zur Eignung verschiedener Düngesysteme zur teilflächenspezifischen Stickstoff-Düngung und Testung ihrer Vorteilhaftigkeit im Vergleich zur praxisüblichen Düngung
Hintergrund und Ziele des Forschungsvorhabens
Unterschiedliche Wachstumsbedingungen innerhalb von Ackerschlägen (z.B. Bodenart, Relief, Nährstoffgehalt, u.a.) können zu einer differenzierten Entwicklung von Pflanzenbeständen und somit zu mehr oder weniger stark variierenden Ertrags- und Qualitätsschwankungen führen. Eine in der Praxis meist übliche schlageinheitliche Bewirtschaftung kann, je nach Ausmaß der Bodenunterschiede zwischen den Teilschlägen, zu beträchtlichen ökonomischen oder ökologischen Nachteilen führen. Eine Möglichkeit, um auf die unterschiedliche Entwicklung der Pflanzenbestände zu reagieren und damit das Ertragspotential der Teilschläge optimal auszunutzen ist die teilschlagspezifische Düngung. Hierfür gibt es verschiedene Verfahren der Teilschlagdüngung, welche hier miteinander verglichen und weiterentwickelt werden.
Realisierung
Auf mehreren Schlägen der Versuchstationen des Wissenschaftszentrums Weihenstephan werden Streifenversuche bei Winterweizen angelegt, auf welchen verschiedenen Verfahren der Teilschlagdüngung verglichen werden. Um den Boden zu charakterisieren und so auf deren Ertragspotential zu schleißen werden vor der Düngung verschiedene Untersuchungen durchgeführt.
Es sollen folgende Verfahren geprüft werden:Die Versuche werden streifenweise mit einem Großmähdrescher mit Ertragsmesssystem und zusätzlich mit einem Parzellenmähdrescher geerntet. Im Labor wird zusätzlich der Rohproteingehalt des Erntegutes ermittelt. Aus Kornerträgen und Rohproteingehalt kann dann der N-Entzug durch das Korn und somit die N-Abfuhr von den Teilschlägen ermittelt werden. Aus N-Düngung und N-Abfuhr lässt sich die teilflächenspezifische N-Effizienz und somit die Ökonomik und Umweltverträglichkeit der verschiedenen Düngevarianten errechnen.
- Düngung mit System MiniVeg N (Sensor mit Kartenhinterlegung)
- Düngung nach MiniVeg N-Sensor (Sensor ohne Kartenhinterlegung)
- Düngung mit dem Yara N-Sensor (Sensor ohne Kartenhinterlegung)
- Düngung nach historischen Karten
- betriebsübliche, schlageinheitliche Düngung
Veröffentlichungen
Limbrunner, B., Maidl, F.-X., (2006): Ermittlung des optimalen Stickstoff-Versorgungszustands bei Winterweizen (Triticum aestivum) mittels Laser-induzierter Chlorophyll-Fluoreszenz. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften 18: 294-295.
Limbrunner, B., Maidl, F.-X., (2007): Optimierung der Stickstoff-Düngung bei Winterraps (Brassica napus). In: Mitteilungen der Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften 19: 300-301.
Limbrunner, B., Maidl, F.-X., (2007): Non-contact measurement of the actual nitrogen status of winter wheat canopies by laser-induced chlorophyll fluorescence. In: Prec. Agriculture 07: Proc. 6th European Conference on Precision Agriculture, Ed. J.V. Stafford (Wageningen Academic Publishers, The <st1:place w:st="on"><st1:country-region w:st="on">Netherlands</st1:country-region></st1:place>: 173-179.
Limbrunner, B., Maidl, F.-X., (2008): Optimierung der Stickstoff-Düngung von Winterraps (Brassica napus) mittels berührungsloser Sensorik. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften 20.
Limbrunner, B., Maidl, F.-X., (2008): Non-Contacting Measurement of the Actual Nitrogen Status of Winter Wheat (Triticum aestivum L.) Canopies by Laser-Induced Chlorophyll Fluorescence. Eingereicht in: Journal of Plant Nutrition and Soil Science.