21.04.2020 09:47 Alter: 47 days

Studentin im Ernteeinsatz - Interview mit Charlotte Klein über ihre Arbeit im Hopfengarten

Lange Zeit hatte es danach ausgesehen, dass viele Ernten mangels Erntehelferinnen und Erntehelfern aus dem Ausland heuer ausfallen müssen. Grund dafür waren die Grenzschließungen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Zwischenzeitlich sind zwar vielerorts schon helfende Hände vor allem aus Osteuropa eingetroffen, doch auch viele Studierende haben sich dazu entschieden, in der Landwirtschaft auszuhelfen. Im Kurzinterview spricht die Studentin Charlotte Klein über ihre Beweggründe.

Studentin hilft im Hopfengarten

Charlotte Klein studiert am WZW und hilft zusätzlich im Hopfengarten. (Bild: Michael Urban/ hallertau.de)

Frau Klein, Sie sind Studentin an der Technischen Universität München. Was studieren Sie? Und welches sind die Haupt-Inhalte Ihres Studiums.

Ich studiere im 5. Semester Bachelor Agrarwissenschaften und Gartenbauwissenschaften. Unser Studiengang ist sehr breit gefächert, so geht es beispielsweise um die Funktionsweise der Landwirtschaft bis hin zu komplexen Wechselwirkungen zwischen Klima, Boden und Ernährung der Weltbevölkerung.

Ich persönlich interessiere mich besonders für die technische Komponente in unserem Studiengang und die immer präzisere Entwicklung in der praktischen Landwirtschaft - auch Smart Farming genannt. Die äußerst hohe Notwendigkeit der Landwirtschaft in unserer Gesellschaft hat mich schon immer fasziniert und ich erhoffe mir auch, dass in Zukunft den Landwirten wieder mehr Respekt für ihre existenzielle Arbeit gegeben wird.

Ende April arbeiten Sie im Hopfengarten auf dem Anwesen Weichselbaumer – dem Doimer Hof – in Thalhof in der Gemeinde Pfaffenhofen an der Ilm. Was werden Sie dort machen?

Ich werde beim so genannten "Hopfen andrehen" helfen. Diese Arbeit beginnt Ende April. Den Betrieb kenne ich bereits, denn ich habe auch schon letztes Jahr mitgeholfen. Die Arbeit ist körperlich schon anstrengend aber sie macht auch Spaß. Außerdem sehe ich für mich hier die Möglichkeit, mir viele praktische Kenntnisse anzueignen, die in unserem Studiengang, der sehr wissenschaftlich ausgelegt ist, manchmal doch eher kurz kommen.

Mehr Informationen:

An der TUM School of Life Sciences in Weihenstephan bündelt die Technischen Universität München ihre Kompetenzen aus dem Bereich Lebenswissenschaften. Seit über 200 Jahren wird am Campus Weihenstephan Landwirtschaft unterrichtet. Neben dem Bachelorstudiengang „Agrarwissenschaften und Gartenbauwissenschaften“ gibt es Anschlussmöglichkeiten durch die Master-Studiengänge „Agrarsystemwissenschaften“, „Horticultural Science“ sowie den neu konzipierten internationalen Master „Agricultural Biosciences“, der eine Schnittstelle zwischen Agrarwissenschaften und Biowissenschaften schafft.

 

Redaktion:
Dr. Katharina Baumeister
Pressereferentin Corporate Communications Center
E-Mail: katharina.baumeister[at]tum.de
Tel.: 08161.71.5403