01.10.2021 09:51 Alter: 18 days

Sprungbrett für Start-ups im Bereich Ernährung, Agrar und Biotechnologie - BayWa AG wird Partner der TUM Venture Labs

Kategorie: Forschung, Top-News

Die BayWa AG fördert künftig mit einem Millionenbetrag das TUM Venture Lab Food-Agro-Biotech (FAB). Die von der Technischen Universität München und UnternehmerTUM gestarteten TUM Venture Labs treiben Unternehmensgründungen mit einem weltweit wettbewerbsfähigen Förderprogramm voran. Spezifisch auf bedeutende Technologiefelder ausgerichtet, schaffen sie dynamische Ökosysteme aus Start-ups, Wissenschaft, Investoren und erfahrenen Unternehmen.

Das Start-up LikeLouis im TUM Venture Lab Food-Agro-Biotech

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Start-ups LikeLouis im TUM Venture Lab Food-Agro-Biotech (Bild: Fabian Vogl / TUM).

Der BayWa-Vorstandsvorsitzende Prof. Klaus Josef Lutz und TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann

Der BayWa-Vorstandsvorsitzende Prof. Klaus Josef Lutz und TUM-Präsident Prof. Thomas F. Hofmann (v.l.) bei der Unterzeichnung der neuen Partnerschaft (Bild: TUM / Andreas Heddergott).

Prof. Thomas F. Hofmann, Präsident der TUM, und Prof. Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender der BayWa, unterzeichneten heute die neue Partnerschaft. Das Münchner Unternehmen wird das TUM Venture Lab Food-Agro-Biotech (FAB) mit 1,4 Millionen Euro unterstützen. Darüber hinaus wird die BayWa ihre herausragende Expertise im Agrarsektor und ihre internationale Erfahrung in einen intensiven fachlichen Austausch mit den Gründungsteams und dem Venture-Lab-Management einbringen. Damit wird die BayWa ein „Platin-Partner“ der TUM Venture Labs.

Tiefes Verständnis für den spezifischen Markt

Wie können Roboter Unkräuter erkennen und ohne Herbizide vernichten? Mit welchen Technologien kann das Tierwohl in der Landwirtschaft erhöht werden? Wie können mit neuen biotechnologischen Verfahren Kunststoffe zersetzt werden? Damit aus Forschungsergebnissen in Agrar-, Lebensmittel- und Biotechnologie marktfähige Innovationen werden, die in der Praxis nachhaltig wirken, bietet das TUM Venture Lab FAB Gründungsteams auf dem Campus Weihenstephan eine exzellente Infrastruktur für Laborexperimente, Prototypenbau und Management.

Fortbildungs- und Inkubatorprogramme begleiten die Gründungen individuell von der Teamfindung über die Entwicklung des Geschäftsmodells bis zur Unterstützung bei der Finanzierung. Damit nicht nur vereinzelte Firmen starten, sondern ganze Start-up-Familien entstehen können, stellt das Innovationszentrum die unmittelbare Anbindung an die Spitzenforschung, ein tiefes Verständnis für den spezifischen Markt und die intensive Vernetzung mit hochkarätigen Partnern sicher.

Erfolg durch ein dynamisches Ökosystem

„Die Wertschöpfungskette der Lebensmittel steht vor immensen Herausforderungen – ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich“, sagte Klaus Josef Lutz bei der Vertragsunterzeichnung. „Neue Technologien und die Digitalisierung können hier hocheffiziente Lösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft und eine gesunde Ernährung bieten. Dafür braucht es Investitionen in Foodtech und Agtech hierzulande. Für uns als BayWa ist die Förderung von Start-ups ein wichtiger Beitrag, um Innovationen zu beschleunigen und in die Praxis zu bringen. Damit verbunden sehen wir auch die Chance, Deutschland – und bei diesem Engagement insbesondere München – als weltweit anerkannten Standort zu etablieren.“

„Ein entscheidendes Erfolgsmerkmal bedeutender Innovationsstandorte ist ihr Ökosystem, in dem sich die unterschiedlichen Akteure mit ihren Stärken ergänzen, im Zusammenspiel Dynamik und Kreativität erzeugen und wahrhaft Neues hervorbringen“, sagt TUM-Präsident Hofmann. „Deshalb freuen wir uns, dass die BayWa AG als erfahrener Global Player die TUM Venture Labs im Bereich Food-Agro-Biotech unterstützt. Auf diesem für Umwelt und Gesundheit bedeutenden Feld erwarten wir durch die Verbindung von Natur- und Lebenswissenschaften mit Künstlicher Intelligenz, Robotik und Sensorik zukunftsweisende Innovationen. München hat das Potenzial, eines der weltweit führenden Deep-Tech-Zentren zu werden.“

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Redaktion:
Ulrich Meyer
TUM Pressesprecher
E-Mail: ulrich.meyer[at]tum.de
Tel.:089 289 22779