30.04.2022 11:19 Alter: 16 days

Drei Freisinger Forschende beim Pint of Science 2022

Kategorie: Forschung

Pint of Science ist eine internationale Organisation, die brillante Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in lokale Pubs bringt. Mit Interessierten können diese dann über ihre neuesten Forschungen und Erkenntnisse diskutieren Heuer ist die Veranstaltung wieder in Präsenz. Vom 9. bis 11. Mai finden an vielen Standorten Vorträge statt. Prof. Harald Luksch, Prof. Monika Egerer und Dr. Alejandra Parreño aus Weihenstephan sind mit von der Partie und informieren in München über ihre Forschung.

Die Wiesenhummel sammelt Pollen an einem blauen Natternkopf Echium vulgare (Foto: Dr. Alejandra Parreño / TUM).

Die Zuhörerinnen und Zuhörer brauchen keine Vorkenntnisse, denn die Vorträge aus der Wissenschaft bei einem Pint of Science-Event sind allgemein verständlich. Für Jung und Alt bieten die Vorträge eine gute Chance, die Menschen zu treffen, die für die Zukunft der Wissenschaft verantwortlich sind (und ein „Pint“ mit ihnen zu trinken). Das Festival läuft jedes Jahr über ein paar Tage im Mai. Nach zwei Jahren, in denen die Events online stattfanden, sind sie heuer wieder in Präsenz möglich. Die Vorträge finden in englischer Sprache statt.

Vortrag: Farming the city: benefits for people, plants, and animals

Prof. Dr. Monika Egerer spricht in ihrem Vortrag über „Landwirtschaft in der Stadt: Vorteile für Menschen, Pflanzen und Tiere“. In den kommenden Jahrzehnten werden mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung in städtischen Regionen leben. Die Verstädterung bringt den Verlust von Grünflächen, Beeinträchtigungen des Zusammenlebens von Mensch und Natur, aber auch Potenziale und neue Perspektiven für den Naturschutz und die Naturverbundenheit. „Wie genau kann die urbane Landwirtschaft zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und zur menschlichen Gesundheit beitragen? Ich werde die ökologischen und sozialen Faktoren erörtern, die dafür verantwortlich sind, dass Ökosysteme Lebensraum für Pflanzen- und Tierarten bieten können, aber auch einen Ort, an dem sich die Menschen entspannen und erholen können, indem sie sich wieder mit Nahrung und Natur verbinden“, sagt Monika Egerer, Professorin für Urbane Produktive Ökosysteme (https://www.professoren.tum.de/egerer-monika) an der TUM School of Life Sciences. Der Vortrag findet am 9. Mai von 18:30 bis 20:30 Uhr in der Alten Utting, Lagerhausstraße 15, 81371München statt. Tickets gibt es hier: https://pintofscience.de/event/how-to-feed-humans-and-chickens

Vortrag: Nature's best - why looking at organisms can improve our technology


Prof. Dr. Harald Luksch spricht in seinem Vortrag über „Das Beste aus der Natur - warum die Betrachtung von Organismen unsere Technologie verbessern kann“. Das Überleben in der Natur ist ein hartes Geschäft - egal, ob man ein Mensch, ein Kaninchen oder eine Sonnenblume ist. Der Grundgedanke der Biomimetik ist, dass die Evolution viele Lösungen für Probleme gefunden hat, mit denen Organismen in der Natur konfrontiert sind und die auch uns helfen können, mit den Herausforderungen in unserer technologischen Welt besser umzugehen. „Weniger Energieverbrauch? Bessere Sonnenkollektoren? Intelligente Routenplanung für Amazon-Lieferwagen? Wir werden uns verschiedene Bereiche ansehen, in denen die Technologie bereits von biomimetischen Ansätzen profitiert hat, und andere, in denen ein solcher Nutzen in der Zukunft liegen könnte“, sagt Harald Luksch, Professor für Zoologie (https://www.professoren.tum.de/luksch-harald) an der TUM School of Life Sciences. Der Vortrag findet am 10. Mai zwischen 19 und 21 Uhr im Stragula, Bergmannstraße 66, 80339 München statt. Tickets gibt es unter: https://pintofscience.de/event/modern-armor

Vortrag: Healthy bees need diverse flowers

Dr. Alejandra Parreño hält einen Vortrag mit dem Titel „Gesunde Bienen brauchen vielfältige Blüten“. Wie viele andere Insekten sind auch die Bienenpopulationen im Rückgang begriffen, und mehrere Arten verschwinden weltweit als Folge menschlicher Aktivitäten. „Tatsächlich nimmt die Vielfalt der Wildbienen mit abnehmender Blütenpflanzenvielfalt ab. In unseren Projekten versuchen wir zu verstehen, wie sich Veränderungen in der Vielfalt von Blütenpflanzengemeinschaften auf Wildbienen auswirken. Ein Ziel ist es, gezielte Maßnahmen zu entwickeln, um die Gesundheit der Bienen zu unterstützen, indem wir ihnen wichtige Ressourcen zur Verfügung stellen, insbesondere im Hinblick auf ihre spezifischen Ernährungsbedürfnisse“, sagt Dr. Alejandra Parreño, Wissenschaftlerin in der Gruppe Pflanze-Insekten Interaktionen an der TUM School of Life Sciences. Sie hält am 11. Mai zwischen 19 und 21 Uhr einen Vortrag im Gans am Wasser, Siegenburger Str. 41, 81373 München. Tickets gibt es hier: https://pintofscience.de/event/beeing-sustainable

Redaktion:
Dr. Katharina Baumeister
Technische Universität München
Corporate Communications Center
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Tel.: 08161.71.5403